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By Clive Gamble, John Gowlett, Robin Dunbar, Sebastian Vogel

Die Entdeckung der Gemeinsamkeit

Dieses bemerkenswerte Buch, das die Evolution und die Archäologie des menschlichen Sozialverhaltens zusammenführt, spannt den Bogen von den sozialen Gruppen der Steinzeit bis zu den modernen digitalen Netzwerken – und zeigt, dass wir heute in sozialen Welten leben, die sich tief in unserer evolutionären Vergangenheit entwickelt haben.

Sie werden in diesem Jahr kein wichtigeres Buch lesen. Es könnte uns ein bisschen weiser in unserer Selbsteinschätzung machen.Minerva

Ein wunderbares Kompendium von Geschichte, Theorien und faszinierenden Experimenten, das Sie durchweg fesseln wird.BBC Focus

In einem Stil geschrieben, der in so bewundernswerter Weise wissenschaftliches Fachvokabular und Soziologenjargon vermeidet, dass guy nicht mehr als ein normales menschliches Gehirn braucht, um es zu lesen und zu verstehen … eine sehr wertvolle Zusammenfassung unseres gegenwärtigen Wissens über die Evolution des Menschen und den möglichen Ursprung und die Entwicklung [solcher] menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten … Evolution, Denken, Kultur ist wie der Urknall: wahrscheinlich noch nicht die ganze Antwort, aber zweifellos schon die Erklärung einer großen Zahl beobachtbarer Phänomene, und für die Debatte und Weiterentwicklung unserer Vorstellungen über die Ursprünge und die Evolution der menschlichen Kognition wird es auf Jahrzehnte hinaus als führendes Modell

dienen. Society of Antiquaries Newsletter

Ein dramatischer Schlag gegen den “Steine und Knochen”-Ansatz der Archäologie. New Scientist

Zugleich ein Triumph der Zusammenarbeit und eine packende Detektivgeschichte. New Statesman

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Wann und wie entwickelte sich das Gehirn unserer frühen Vorfahren zu einem menschlichen Gehirn? Wann und wie entstand in der Evolution unsere Fähigkeit, zu sprechen und Kunstwerke zu schaffen, zu musizieren und zu tanzen?

Die Größe der sozialen Gruppen, in denen Menschen heute leben – Angehörige, Freunde, Bekannte –, beträgt ungefähr one hundred fifty Personen. Diese „Dunbar-Zahl“ liegt etwa dreifach höher als bei Menschenaffen und unseren ältesten Vorfahren. Wie die Autoren dieses bahnbrechenden Buches darlegen, waren die frühen Menschen im Kampf ums Überleben gezwungen, sich zu immer größeren Gruppen zusammenzuschließen und zwischenmenschliche Beziehungen über weite Distanzen aufrechtzuerhalten. Sie mussten „im Großen denken“, und dies wiederum trieb sowohl das Wachstum des menschlichen Gehirns als auch die Entstehung des menschlichen Geistes voran. Aus dem gegenseitigen Kraulen der Menschenaffen erwuchs die für Menschen kennzeichnende sprachliche Zuwendung. Musik und Tanz verstärkten die Bindungen zwischen ihnen. Und die Beherrschung des Feuers verlängerte den Tag für zwischenmenschliche Aktivitäten.

Heute beherrschen soziale Netzwerke die Welt. Doch erstaunlicherweise ents

pricht die Zahl unserer fb- oder Twitter-Kontakte im Mittel der Dunbar-Zahl. Offenbar leben wir immer noch in einer sozialen Welt, die ihre Wurzeln tief in unserer Evolutionsvergangenheit hat – am Lagerfeuer, auf der Jagd und in den Graslandschaften Afrikas.

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Mit ihrer Hilfe können wir die Absichten mehrerer Menschen gleichzeitig im Kopf behalten und unser Verhalten so darauf einstellen, dass ihren Interessen ebenso gedient ist wie unseren, wenn wir auf eine bestimmte Weise handeln. Zusätzlich konnten wir nachweisen, dass diese Fähigkeit, mit den geistigen Zuständen vieler Individuen umgehen zu können, entscheidend vom Volumen der Nervensubstanz in bestimmten Teilen des Neocortex abhängt. Diese Regionen in den Stirn- und Schläfenlappen bilden ein Netzwerk von Nervenzellknoten, die bekanntermaßen für die Mentalisierung unentbehrlich sind.

Und nebenbei 1 Psychologie trifft Archäologie 29 bemerkt geht man mit einem solchen Ansatz auch fälschlicherweise davon aus, dass manche heutigen Menschen sich nicht verändert haben, sondern lebende Fossilien sind. Später konzentrierten die Archäologen ihre Anstrengungen darauf, möglichst viele Informationen zu sammeln – zuerst aus Europa, später auch aus Asien und Afrika. Im 20. Jahrhundert interessierten sie sich weniger für das Sozialleben der Frühmenschen als dafür, was sie herstellten und was sie aßen.

Der Homo erectus entwickelte ein charakteristisches Werkzeugarsenal; im Mittelpunkt stand dabei der Faustkeil, dessen Gestaltung und Funktionen während eineinhalb Millionen Jahren im Wesentlichen unverändert blieben. Von ihren Australopithecinenvorgängern unterschieden sich die ersten Angehörigen unserer Gattung durch ihre größere, elegantere Gestalt und ihr beträchtlich größeres Gehirn. Sie lebten offensichtlich stärker nomadisch – ihr Körperbau eignete sich dazu, große Entfernungen zurückzulegen, und nach Ansicht mancher Experten waren sie sogar zum Ausdauerlauf in der Lage, was ihnen bei der Jagd einen Vorteil verschafft hätte.

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