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By Rainer Greshoff, Georg Kneer, Uwe Schimank

Die Beiträge des Buches greifen ein Thema auf, das in der Soziologie erstmals von Robert okay. Merton in seinem klassischen Aufsatz über "The unanticipated outcomes of purposive motion" ins Scheinwerferlicht gerückt wurde. Gegenstand sind die "nicht-intendierten Folgen" von Kommunikationsverkettungen und Handlungsinterferenzen, die gleichsam "hinter dem Rücken" der Akteure maßgebliche Auswirkungen auf soziale Ereignisse und Strukturen haben. Diese Transintentionalität des Sozialen wird immer wieder als ein zentrales Thema der Soziologie herausgestellt, das die allgemeine soziologische Theorie bislang nur unzureichend berücksichtigte. Von den Beiträgen des Buches wird das Gegenstandsfeld in einer diskursiven shape bearbeitet. Von daher ist es in besonderer Weise auch für den Einsatz in der Lehre geeignet. In elf Ausgangsbeiträgen werden eine Reihe von grundlegenden Theorieperspektiven (Bourdieu, Durkheim, Elias, Esser, Goffman, Habermas, Luhmann, Marx, Mead, Schütze, Simmel, v. Hayek, Weber, ethnomethodologische Konversationsanalyse, Institutionalismus, Neofunktionalismus, Organisationsforschung, Theorie der rationalen Wahl) vergleichend daraufhin durchgearbeitet, was once an übereinstimmenden bzw. nicht übereinstimmenden Feststellungen zum Thema Transintentionalität zu finden ist. Anschließend werden die Ausgangsbeiträge in elf eigenständigen Vernetzungsbeiträgen vertieft. Darin werden Ergebnisse bzw. Vorgehensweisen der Ausgangsbeiträge in komparativer Perspektive aufgenommen und verarbeitet.

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Die vorliegende Arbeit behandelt ein zur Messung hoher und schnell verander licher Gastemperaturen geeignetes pneumatisches MeBverfahren, dessen Eigen schaften und Brauchbarkeit fur praktische MeBaufgaben durch die Ergebnisse theoretischer und experimenteller Untersuchungen nachgewiesen werden. Der Beschaftigung mit dem MeBverfahren lag die akute Problematik bei der gasoline temperaturmessung in den technischen Bereichen der thermodynamischen Energie erzeugung und Energieumsetzung zugrunde, wie zum Beispiel in den Forschungs gebieten der Stromungstriebwerke, der Gasdynamik und der Magneto-Hydro dynamik.

Zur Rationalität von Volksabstimmungen: Der Gentechnikkonflikt im direktdemokratischen Verfahren

Die Sympathie für direktdemokratische Verfahren ist in der deutschen Bevölkerung groß, in Politik und Politikwissenschaft gibt es hingegen auch viele kritische Stimmen. Neben Fragen der Vereinbarkeit solcher Verfahren mit der bestehenden Institutionenordnung wird immer wieder das erreichbare Rationalitätsniveau von Abstimmungskampagnen in Zweifel gezogen.

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Sie schaffen erst die Möglichkeit fiir ein begründetes Urteil über die Chance einer bewussten Kontrolle soziokultureller Gebilde und Entwicklungen. 3 Luhmann: Die Eigenständigkeit des Sozialen und ihr Bezug auf die Psyche Für Luhmann ist der Kommunikationsbegriff zentral. Kommunikation ist die emergente, ereignishafte Einheit dreier Selektionen - der Selektionen von Information, Mitteilung und Verstehen -, die im Zusammenhang eine Kommunikation bilden. Durch die rekursive Beziehung von Kommunikationen aufeinander werden soziale Systeme und Strukturen (re-) produziert.

B. die beteiligten Arbeitenden sich vor ihrer Arbeit miteinander über Bedürfnisse, Arbeitsteilung und Distribution der Produkte verständigen, entsteht keine "zwanglose Kultur" und kein ,,zwangloser sozialer Zusammenhang". , und das bedeutet notwendig Inklusion beziehungsweise Exklusion bestimmter Handlungen und Individuen inlaus die/den sozialen Einheiten. Die Selbstverständlichkeit von Bedeutungen und die Eigenständigkeit sozialer Beziehungen können daher im Falle wirtschaftlicher Beziehungen auch durch vorherige Kommunikation über die Verteilung und Koordination der Arbeit - durch die direkte Vergesellschaftung der Arbeit - nicht abgeschafft werden.

Es ist vollkommen sinnlos, über das Verhältnis der psychischen Vorstellung zu den realisierten kommunikativen Strukturen und Systemen zu sprechen, wenn jedes Mitwirken der psychischen Operationen am Zustandekommen der Kommunikationen unmöglich ist. Welche Intentionen die Personen haben, macht in dieser Situation keinerlei Unterschied mehr, weil diese Intentionalität die Kommunikation nie erreichen kann. Das macht dann selbstverständlich auch den Hinweis auf Differenzen zwischen vorhergehenden Intentionen und Folgen für soziale Systeme und Lebenswelten konsequenz- und sinnlos.

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